Rücksicht auf Einsatzkräfte der Feuerwehr

In bestimmten Situationen kann es vorkommen, dass Straßen von der Feuerwehr ganz oder teilweise gesperrt werden. Hier brauchen die Einsatzkräfte Platz, um arbeiten zu können. Bitte haben Sie für diese Maßnahmen Verständnis und versuchen Sie nicht, das Hindernis oder gar die Absperrung zum umfahren. Warten Sie ab oder nutzen Sie einen anderen Weg, um an Ihr Ziel zu kommen.

Sollten Sie sich durch verkehrsleitende Maßnahmen behindert fühlen, versetzen Sie sich in die Lage der Helfer:

Möchten Sie an Ihrem Arbeitsplatz immer mit einem Auge nach hinten sehen müssen?

Meinen Sie, Sie könnten korrekt arbeiten, wenn Sie sich nicht nur auf Ihre Tätigkeit, sondern auch auf den Verkehr ringsherum konzentrieren müssten?

Wahrscheinlich nicht!

Deshalb bitten wir Sie um Verständnis und Rücksichtnahme. Unsere Tätigkeit ist schon gefährlich genug, machen Sie es nicht noch gefährlicher. Absperrungen sollen nicht Ihre Freiheit einschränken, sie sollen die Arbeit der Helfer sicherer machen.

Denken Sie daran: Wir arbeiten freiwillig und ehrenamtlich für Sie und alle in Not geratenen Menschen.

Ihre Feuerwehr sagt schon jetzt Danke dafür, dass Sie uns unterstützen.

gez. 1. Kommandant Erwin Bergner

Martinshorn - muss das sein?

Immer wieder ein Anlass für ein kleines Ärgernis:

Die einen wollen in ihrer Nachtruhe nicht gestört werden, die anderen brauchen rasche Hilfe aus einer Notlage. Mittendrin stehen die Helfer der Feuerwehr, die möglichst schnell, möglichst leise und möglichst sicher zur Einsatzstelle gelangen sollen.

Vor allem schnell - und dazu hat der Gesetzgeber den § 38 geschaffen, der Einsatzfahrzeugen ein Wegerecht einräumt. Dies gilt allerdings nur dann, wenn Blaulicht und Martinshorn ständig eingeschaltet sind. Blaulicht allein darf nur zur Warnung und Absicherung von Einsatzstellen hergenommen werden.

Deshalb wird es auch weiterhin dabei bleiben, dass die Einsatzfahrzeuge auch nachts, in der Stadt und auf dem Land, mit beiden Signaleinrichtungen unterwegs sind. Nur beide zusammen ergeben die Sicherheit, um schnell und unbeschadet an die Einsatzstelle zu gelangen, um dort effektive Hilfe leisten zu können. Für einen Betroffenen ist es eine positive, beruhigende Wirkung, wenn er schon won weitem hört: Die Feuerwehr kommt - Hilfe ist unterwegs!

Ihre Feuerwehr sagt schon jetzt Dankeschön dafür, dass Sie uns Verständnis entgegenbringen und uns unterstützen.

gez. 1. Kommandant. Erwin Bergner

Sirenenalarm - Was bedeuten die verschiedenen Sirenenalarmsignale eigentlich?

HINWEIS: In der Gemeinde Adelsdorf findet der Feuerwehr Sirenenprobealarm quartalsmäßig (Januar-April-Juli-Oktober) jeweils am ersten Samstag im Monat gegen 13:15 Uhr statt. An diesem Tag werden im gesamten Landkreis Erlangen-Höchstadt und der Stadt Erlangen die Sirenen nacheinander getestet. Die Auslösung wird automatisch durch die Leitstelle in Nürnberg nach einem vorbestimmten Zeitplan ausgeführt. Innerhalb eines bestimmten Zeitfensters muss die Probealarmierung erfolgen und auch wieder beendet sein, damit die Feuerwehren nach Beendigung der Probealarmierung sofort wieder real alarmierbar sind, um im Notfall den Mitbürgerinnen und Mitbürgern zur Hilfe eilen zu können.

In der “Gesetzlichen Verordnung über öffentliche Schallzeichen” der Bayerischen Staatsregierung vom 15. Juli 1998 ist festgelegt, welche Schallzeichen für bestimmte Situationen zu benutzen sind.

Das Schallzeichen für Feueralarm ist in § 1 geregelt: Den Gemeinden, den von ihnen beauftragten Stellen und den Feuerwehren ist es vorbehalten, mit Sirenen öffentliche Schallzeichen zu geben, um den Alarm bei Feuer und anderen Notständen auszulösen.

Der Polizei, den Katastrophenschutzbehörden, den kreisangehörigen Gemeinden, soweit sie nach Art. 2 Abs. 1 Satz 2 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes Aufgaben der Katastrophenschutzbehörde wahrnehmen, und den von ihnen beauftragten Stellen ist lt. § 2 vorbehalten, mit Sirenen öffentliche Schallzeichen zu geben, um die Bevölkerung zu veranlassen, anlässlich schwerwiegender Gefahren für die öffentliche Sicherheit auf Rundfunkdurchsagen zu achten.

Weiterhin ist es Sprengmeistern und den von ihnen Beauftragten in § 3 erlaubt, bei Sprengarbeiten öffentliche Schallzeichen zu geben.

Auch Justizvollzugsanstalten ist es im § 4 erlaubt, beim Entweichen von Gefangenen, bei Meuterei, bei Angriffen von außen und bei Feuer und anderen Notständen im Anstaltsbereich, öffentliche Schallsignale zu geben.

Welche Schallzeichen zur Probe gegeben werden, ist in § 5 geregelt.

Für die Alarmierung der Einsatzkräfte der Feuerwehren wird bundesweit in der Regel das Feuerwehrsignal “zweimal unterbrochener Dauerton von 1 Minute” verwendet. Dieses Sirenensignal richtet sich primär nicht an die Bevölkerung, sondern dient zur Alarmierung der Feuerwehrdienstleistenden durch die Leitstellen.

Als Signal “Warnung der Bevölkerung” wird ein “Ein-minütiger, auf- und abschwellender Heulton “ (vormals als Luftalarm bekannt) verwendet. Das Signal bedeutet im Allgemeinen “Rundfunkgerät einschalten und auf Durchsagen achten”. Über das Radiogerät werden dann auf dem öffentlich-rechtlichen Programm oder auch regionalen Sendern genauere Verhaltensweisen für die Bürger ausgegeben. Nach dem Ende der Gefährdungslage wird zur “Entwarnung” ein “Ein-minütiger Dauerton” ausgesendet.

Der Probealarm dient dazu, die Funktionsfähigkeit des Sirenenwarnsystems zu überprüfen und die Bevölkerung auf die Bedeutung des Sirenensignals hinzuweisen.

“Feuerwehrsirenen” sollen monatlich/zweimonatlich samstags getestet werden. Für die “Katastrophenschutzsirenen” gibt es keinen festen Erprobungsrhythmus. Angestrebt ist hier jedoch auch eine landesweit einheitliche Erprobung ein- bis zweimal pro Jahr. Getestet wird dabei der auf- und abschwellende Heulton von 1 Minute Dauer. Der Heulton soll die Bevölkerung bei schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit veranlassen, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten.

Die Kreisverwaltungsbehörden bzw. die Gemeinden sind zuständig für die Aufstellung, Wartung und Verwaltung der Sirenen, mit dem Ziel einer flächendeckenden Beschallung im gesamten zu versorgenden Bereich. Wichtig ist dabei eine gesicherte Stromversorgung, der jederzeitige Zugang zur Anlage und die Zustimmung des Grundstücks- bzw. Gebäudeeigentümers. Wenn keine Sirenen verfügbar sind, kann die Bevölkerung alternativ durch Lautsprecherfahrzeuge oder mobile Sirenenanlagen gewarnt werden.

Jede Feuerwehr - ausgenommen Feuerwehren, deren Alarmierung auf andere Weise sichergestellt ist - muss durch Sirenen alarmiert werden können. Die Aufstellung von “Katastrophenschutzsirenen” erfolgt grundsätzlich freiwillig und wird mit staatlichen Zuschüssen gefördert. In Bayern sind die Sirenen meist so ausgestattet, dass sie beide Sirenen-Alarmierungssignale (Feuerwehr / Warnung der Bevölkerung) übertragen können. Das Alter der Bestandssirenen ist sehr unterschiedlich. Teilweise gibt es noch alte, mit einem Elektromotor betriebene, Sirenen, die auch heute noch zuverlässig ihren Dienst verrichten. Im Rahmen staatlicher Zuschussprogramme wurden jedoch auch zahlreiche neue, elektronische, Sirenen aufgestellt. Auch durch die Gemeinden selbst werden, bedingt durch die Erweiterung der Siedlungsgebiete, neue elektronische Sirenen errichtet, um die Alarmierungssicherheit der Feuerwehr als auch die Warnung der Bevölkerung zu gewährleisten. Anders als in früheren Zeiten werden diese nicht mehr auf Gebäuden errichtet, sondern auf Stahlmasten am Straßenrand, da niemand mehr bereit ist, sich eine Sirene auf das Hausdach montieren zu lassen.

gez. 1. Kommandant Erwin Bergner

Einsatzfahrt Simulator Training für die Feuerwehr

Zunehmend werden für die Aus- oder Weiterbildung von Personen die Feuerwehrfahrzeuge fahren, sog. Fahrsimulatoren genutzt. Dabei ist das Feuerwehrauto fahren ohne Straße möglich und die Rettungskräfte üben ihre Blaulichtfahrten gefahrlos am Simulator. 

Das rote Feuerwehrfahrzeug fährt mit Blaulicht und Sondersignal durch die Stadt. Plötzlich, an einer unübersichtlichen Kreuzung, von rechts schießt ein Auto  in die Kreuzung und nimmt dem Feuerwehrfahrzeug die Vorfahrt. Die Fahrerin steigt in die Bremse. Das hätte schiefgehen können. Adrenalin pur im Fahrerhaus des Fahrsimulators. Nach dem Ende der zehnminütigen Fahrt klettert die Fahrerin Nadine Burkhardt erleichtert aus dem Fahrerhausnachbau. 

Entspannung dagegen nur wenige Meter daneben, am Kontrolltisch bei der Ausbilderin Sandra Reichert von der Feuerwehrschule, "Das ist die Zukunft", erklärt sie, Fahrerschulungen am Simulator haben erhebliche Vorteile gegenüber den herkömmlichen Übungsfahrten auf dem realen Feuerwehrfahrzeug. Die Ausbilderin kann die Fahrer direkt am Simulator beobachten und Fehler im Nachhinein auf einem Videomonitor aufzeigen und analysieren. So lassen sich verschiedene Fahrten miteinander vergleichen, problematische Situationen wiederholen und direkt mit der Ausbildungs-Gruppe besprechen. Bei herkömmlichen Schulungsfahrten ist das unmöglich. Um ein möglichst realistisches Fahrgefühl zu erzeugen, ist der Fahrersitz auf einer Bewegungsplattform montiert. Alle Bedienelemente und Anzeigen befinden sich an ihrem tatsächlichen Platz. Der Sitz wird hydraulisch gesteuert und simuliert die Fahrzeug Bewegungen. Fährt der Fahrer einen Randstein zu forsch an, ist der Schlag deutlich zu spüren. Vor sich sieht der Fahrer eine computergenerierte Landschaft auf einer Projektionsfläche, die den Blick aus dem Seitenfenster erlaubt. Die Funktion der Rückspiegel übernehmen kleine flache Monitore. Je nach Aufwand und System ist die computergenerierte Landschaft detailgetreu dargestellt. Bremsspuren auf der Fahrbahn und Regenschauer, die in der Simulation die Sicht behindern, lassen im Stressfall vergessen, dass es sich nur um eine virtuelle Landschaft handelt.  

Auch wenn die Grafik nach einem Computerspiel aussieht, gewöhnen sich die Fahrer recht schnell daran, dennoch hat das System Grenzen. Vor allem Brillenträgern kann von der Computergrafik übel werden. Die künstliche Realität strengt die Augen an. Zudem reagiert die Lenkung sehr direkt. In den ersten Minuten landet man des Öfteren im Straßengraben oder auf der Gegenfahrbahn. Doch die Gewöhnung setzt schnell ein, weiß stellv. Kommandant Patrick Sorger. Der Ausbilder kann mit der Software alle möglichen Szenarien herstellen. Witterungs-bedingungen und Straßenzustände ändern sich bei jeder Fahrt. Radfahrer erscheinen im toten Winkel, Fußgänger treten unvermittelt auf die Straße. "Das lässt sich im richtigen Leben und vor allem auf der Straße  nicht proben", sieht Sorger einen großen Vorteil im Einsatz der Geräte. 

Die Fahrten am Simulator verbrauchen keinen Treibstoff und verschleißen den ohnehin stark beanspruchten Fuhrpark nicht weiter. Weniger Fahrzeuge, die zu Übungs- und Trainings-zwecken auf den Straßen unterwegs sind, bedeuten auch weniger Belastung durch CO2-Emissionen und Lärm. "Wir können am Wochenende nicht ständig durch die Ortschaften fahren, um unsere Fahrer zu schulen", gibt Feuerwehrkommandant Erwin Bergner zu bedenken, er sieht den großen Vorteil der Simulatoren in der Zeitersparnis, bei dem Lehrgang wurden in nur vier Tagen fast 40 Personen aus dem gesamten Landkreis an dem Fahrsimulator, der im Neuhäuser Gerätehaus aufgebaut war, geschult. Eine Leistung, die man mit herkömmlichen Fahrten niemals geschafft hätte. 

gez. 1. Kommandant Erwin Bergner

Hier der Bericht im Fränkischen Tag

Info Rauchmelder

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit dem 01. Januar dieses Jahres sind in allen Wohnungen in Bayern, egal ob Neu- oder Altbau, Rauchmelder in Schlafzimmern, Kinderzimmern und in Fluren, die zu Aufenthalts-räumen führen, vorgeschrieben. Neben der Installation ist es aber auch wichtig, wie man sich im Falle eines Alarmes richtig verhält.

Also - was tun, wenn der Rauchmelder auslöst?

Als erstes sollte man feststellen, warum der Rauchmelder piepst. Bei den „Tonarten“ von Rauchwarnmeldern muss man verschiedene Töne unterscheiden:

„Warnung Batteriespannung“:

Im Normalfall informiert der Rauchwarnmelder zum Ende der Batteriespannung, in den letzten 30 Tagen, alle 60 Sekunden mit einem kurzen Ton („Piep“). Ein Eingreifen der Feuerwehr ist hier nicht erforderlich. Vielmehr wird dadurch der Benutzer darauf hingewiesen, die Batterie zu erneuern.

„Dauer Alarm Ton“:

Hierbei muss man davon ausgehen, dass „Rauch“ zu einer Auslösung des Rauchwarnmelders geführt hat. Solange durch den Rauchwarnmelder Rauch erkannt wird, warnt dieser auch.

Neben einer „Riechprobe“ nach Brandgeruch sollte man schauen, ob man Rauch erkennen kann, und der Ursache auf den Grund gehen. Im Zweifelsfall die Feuerwehr über Notruf 112 verständigen.

Was tun, wenn der Rauchmelder beim Nachbarn piepst und dort keiner reagiert?

Auch hier sollte man erstmal hören, welcher Signalton durch den Rauchmelder erzeugt wird. Wenn es „nur“ der Warnton ist, der auf eine niedrigere Batteriespannung hinweist, ist nichts weiter zu veranlassen. Der Nachbar muss nach seiner Rückkehr nur die Batterie erneuern.

Sollte es sich um einen Dauer Alarm Ton handeln und niemand öffnet, auch auf Klingeln und Klopfen, sollte über Notruf 112 die Feuerwehr verständigt werden. Diese wird dann weitere Erkundungen vornehmen. Auch wenn niemand zu Hause ist, kann es jederzeit zu einem (Schwel-) Brand gekommen sein, der leicht zu einem größeren Feuer werden könnte.

Bei einem Rauchmelder der einen Dauer Alarm Ton signalisiert, sollte man deshalb immer von einem echten Alarm ausgehen!

Heimrauchmelder sind dazu da, Personen im gefährdeten Bereich frühzeitig auf eine Rauchentwicklung und damit auf einen möglichen Entstehungsbrand hinzuweisen, vor allem auch, um schlafende Bewohner zu wecken. Oftmals wohnen aber alte oder demente Menschen allein, vergessen Essen auf dem Herd oder das eingeschaltete Bügeleisen und registrieren den Alarm nicht. Nehmen Sie deshalb bitte den Dauer Alarm Warnton aus der Nachbarwohnung stets ernst, gehen Sie davon aus, dass jemand darin in Gefahr sein könnte.

Kostenfrage:

Der Feuerwehreinsatz selbst ist kostenfrei, da er zur Pflichtaufgabe einer Gemeinde im Rahmen des abwehrenden Brandschutzes gehört.

Also - ganz einfach:

Wenn ein Rauchmelder einen Dauer Alarm Ton signalisiert und man selbst nicht zweifelsfrei klären kann, weshalb der Melder ausgelöst hat, ist es ratsam die Feuerwehr, über Notruf 112 zu rufen, bevor man selbst die Sachlage eventuell falsch interpretiert und es nachher zu einem Schadenfeuer kommt, das viel früher hätte erkannt werden können. Kosten für den Feuerwehreinsatz kommen weder auf den Mitteiler noch auf den Wohnungseigentümer noch auf den Mieter zu.

gez. 1. Kommandant Erwin Bergner