2016 - ein ereignisreiches Jahr

Weihnachts- und Neujahrswünsche 2016

Zum Jahresende möchten wir uns bei allen die uns, gleich in welcher Art und Weise, unterstützt haben, ganz herzlich bedanken.

Besonders bedanken möchten wir uns bei allen Helferinnen und Helfern, die durch ihre Mithilfe zum Gelingen unserer Veranstaltungen beigetragen haben und auch bei all unseren Besuchern, die uns die Treue hielten und uns durch ihren Besuch unterstützen.

Wir wünschen allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, allen Feuerwehrleuten und Vereinsmitgliedern und allen Freunden und Gönnern, eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins Jahr 2017, Glück, Erfolg und vor allem viel Gesundheit.

1.  Vorsitzende Waltraud Burkhardt                             1. Kommandant Erwin Bergner

03.12.2016 Jahresabschluss

Es ist ein schöner Brauch, die Ereignisse des Jahres bei gutem Essen und Gesprächen noch einmal Revue passieren zu lassen. So waren auch dieses Jahr alle Aktiven mit ihren Familien eingeladen, ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen. Während die Jugendgruppe im Untergeschoss des Feuerwehrhauses ihren Jahresabschluss feierte, trafen sich die Erwachsenen im festlich dekorierten Schulungsraum im Obergeschoss.

Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Waltraud Burkhardt übernahm Kommandant Erwin Bergner das Wort. Er dankte in seinem Jahresrückblick allen für ihren unermüdlichen Einsatz und freute sich, dass die „kleine“ Feuerwehr Neuhaus durch viele erfolgreiche Aktionen einen enormen Bekanntheitsgrad auch über die Landkreisgrenzen hinaus erworben hat. Einige neue Projekte konnte er ebenfalls vorstellen, darunter auch das Crowdfounding Projekt in Zusammenarbeit mit der VR-Bank.

Anschließend erwartete uns ein leckeres Spanferkel vom Grill mit entsprechenden Beilagen, um die sich unser Feuerwehrkoch Chris kümmerte, sowie Plätzchen zum Nachtisch.

Feuerwehrchef geehrt - unermüdlich für die Feuerwehr Neuhaus: Erwin Bergner

Bei der Gemeinderatssitzung Ende Juli bestätigten die Gemeindevertreter die Wiederwahl von Erwin Bergner als 1. Kommandanten und von Patrick Sorger als dessen Stellvertreter.

In seiner kurzen Laudatio ließ Bürgermeister Fischkal die Feuerwehrlaufbahn von Erwin Bergner kurz Revue passieren:  

Erwin Bergner trat 1978 im Alter von 14 Jahren bei der Feuerwehr ein, diente sich über die vielen Jahre hinweg hoch und besuchte als einer der ersten den Lehrgang für Atemschutz, nachdem die Feuerwehr Neuhaus mit Atemschutzgeräten ausgerüstet wurde.

In den Jahren 1985/86, als das Gerätehaus an der Neuhauser Hauptstraße gebaut wurde, verbrachte er viele Stunden auf der Baustelle. Zeitgleich war er bei der Anschaffung eines gebrauchten LF 8 maßgeblich mit beteiligt.

Schon bald erkannte er, dass die Einsatzkraft der Feuerwehr während des Tages immer mehr nachließ. Was also lag näher, als die Frauen des Ortes zu aktivieren? 1991 konnte er offiziell die erste Damengruppe der Feuerwehr Neuhaus vorstellen.

Ebenfalls im Jahr 1991 wurde er, als Nachfolger von Gerhardt Franze,  zum 1. Komman-danten gewählt. Das bedeutete für die folgenden Jahre, noch mehr Einsatz, noch mehr Lehrgänge, noch mehr Schulungen. Und viele, viele Übungen mit der neuen Damengruppe, deren Ausbildung ihm sehr am Herzen lag.

Als das alte LF 8 im Jahr 1998 so langsam seinen Dienst einstellte, setzte er alles daran, ein modernes, leistungsfähiges Löschfahrzeug zu erwerben. Viele Stunden Ausarbeitung, Angebotseinholung und –Prüfung, Besichtigungen und Testfahrten später, erfolgte die Bestellung des neuen Löschfahrzeuges LF 8/6 mit Wasser und technischem Hilfeleistungssatz an Bord.

Immer auf der Suche nach Verbesserungen, initiierte er die Beschaffung eines Mehrzweckanhängers und eines Mehrzweckfahrzeuges. Mit dem Wunsch nach einem Anbau, oder alternativ einer Garage, trat er an die Gemeinde heran. Nach etlichen Diskussionen fiel die Entscheidung zugunsten eines neuen Feuerwehrgerätehauses. Wie viele Stunden er dafür in Planungen, kurzen und langen Besprechungen, Sitzungen, Ortsbegehungen usw. verbrachte, vermag er wahrscheinlich selbst nicht mehr zu sagen.

Seit diesem Jahr gibt es in Neuhaus auf seine Initiative hin auch eine Kinderfeuerwehr.

Erwin Bergner ist ehrlich und offen für die Belange der Kameradinnen und Kameraden. Der starke Zusammenhalt und die ausgeprägte Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr Neuhaus sind zum großen Teil sein Verdienst.

Da Erwin Bergner nunmehr bereits 25 Jahre als Kommandant die Geschicke der Feuerwehr Neuhaus leitet, bekam er von Bürgermeister Karsten Fischkal neben einer Urkunde auch ein Präsent überreicht.

26.07.2016 Einsatzübung

Einsatzübung am 26.07.2016

Am 26.07.2016 gegen 18.30 Uhr wurde die Feuerwehr Neuhaus durch Handy, Piepser und Sirene alarmiert. Die Meldung lautete: Eingestürzter Keller am Lochgarten, ein Wanderer verschüttet.
Die Feuerwehr rückte mit einer Mannschaftsstärke von 17 Mann in LF und MZF aus.
Bereits auf ca. 1 Kilometer langen Fahrt rüstete sich der Angriffstrupp mit schwerem Atemschutz aus, um eine schnelle Rettung gleich nach Anfahrt am Einsatzort zu gewährleisten.
Bei Ankunft am Einsatzort bot sich folgendes Bild:
Aus dem Eingang des Kellers, der etwa 50 m bergauf im Wald liegt, rauchte es stark.
Ein Radfahrer empfing die Feuerwehr und berichtete, dass er kurz vor Einsturzes des Kellers einen Wanderer hineingehen sah.
Sofort machte sich der Angriffstrupp auf den Weg in den Keller, um die vermisste Person zu retten.
Mittlerweile bauten Wasser- und Schlauchtrupp die Wasserversorgung auf und versuchten mittels des Lüfters die Sicht für den Angriffstrupp zu verbessern.
Nach kurzer Zeit kam die Meldung durch den Angriffstrupp, dass die vermisste Person gefunden wurde.
Erst als der Dummy aus dem Keller gebracht wurde, war der ganzen Mannschaft klar, dass es sich um eine Einsatzübung handelte.
Nach Abschluss der Übung versammelte Kommandant Erwin Bergner die Mannschaft und klärte auf.
Die Einsatzübung war zum einen für die Kameradin Anna Burkhardt, als erste Atemschutzübung nach der Prüfung, zum anderen für den Kameraden Jörg Viehmann, der Deutschland für ein Jahr zum Studieren verlassen wird.
Aus diesem Grund lud Bergner alle herzlich ins Feuerwehrhaus ein, zum Trinken, Essen und gemütlich Beisammensein.

 

27.06.2016 Spendenübergabe Sparkasse

In den letzten Wochen besuchten die Sparkassendirektoren Reinhard Lugschi und Thomas Pickel die Jugendfeuerwehren in Geschäftsgebiet ihrer Kreissparkasse und hatten für jede ein Geldsäckchen dabei. Die letzten Schecks der diesjährigen Sparkassen-Sonderspende wurden am 27.06.2016 in Röttenbach übergeben. Hier nochmal unser Dank an die Feuerwehr Röttenbach für die gelungene Ausrichtung der Veranstaltung und die Vorführung durch ihre Jugendfeuerwehr.

Unsere Jugendwarte freuten sich über den finanziellen Zuschuss. Hatten sie doch erst vor kurzem neue T-Shirts für die Jugendgruppe geordert und auch das jährliche Jugendfeuerwehr-Zeltlager stand auf dem Programm. Wie man sieht, ist das Geld auf jeden Fall gut angelegt.

 

02.07.2016 ABC Großübung

Vom 01. bis 02. Juli 2016 fand die diesjährige Großübung des ABC-Dienstes Erlangen-Höchstadt gemeinsam mit den „ABC-Schwestereinheiten“ Erlangen und Fürth sowie dem Sanitätsdienst und der Bundeswehr in Oberreichenbach statt.
Obwohl wir uns an diesem Wochenende mit der Kinderfeuerwehr auf Zeltlager befanden, folgten wir mit unserer Feuerwehrführung und zwei weiteren Kameraden der Einladung von Kreisbrandinspektor Norbert Rauch und konnten uns vor Ort alle Stationen der einzelnen Einheiten ansehen und die Übung hautnah miterleben.

https://www.facebook.com/Kreisbrandinspektion-Erlangen-H%C3%B6chstadt-473317429544870/photos/?tab=album&album_id=532292363647376

 

Wir sind stolz auf unsere Kinderfeuerwehr!


Die N-ERGIE Nürnberg fand unser Projekt so toll, dass sie unsere Löschflöhe und Löschfüchse mit einem Betrag über 1.500,00 Euro unterstützen. Die symbolische Scheckübergabe fand im Rahmen unseres Kinderfeuerwehr-Zeltlagers am Freitagabend, den 01.07.2016 statt.
Wir haben uns sehr darüber gefreut und bedanken uns ganz herzlich bei der N-ERGIE für diese Anerkennung unserer Arbeit und die großzügige Spende. Sehr gefreut haben wir uns auch, dass unser Bürgermeister Karsten Fischkal ebenfalls zur Scheckübergabe anwesend sein konnte.

Zum Pressebericht der N-Ergie hier klicken....
Bericht aus InFranken.de hier klicken

28.06.2016 Gefahrstoffaustritt im Wellenbad - Einsatz für unseren ABC Fachberater

Höchstadt a.d.Aisch (DB5). Schnell im Griff hatten Spezialkräfte der Feuerwehren des Landkreis und der Stadt Erlangen einen Chlorgasaustritt am Wellenfreibad in Höchstadt am Abend des 27.Juni 2016, der einen größeren Gefahrstoffeinsatz nach sich gezogen hatte. Verletzt wurde bei dem Freiwerden des giftigen Gases niemand.

Der gesamte Bericht des Kreisfeuerwehr Verbands Erlangen-Höchstadt hier....

Im Einsatz waren:

FF Höchstadt: KdoW, HLF20/16, RW, TLF20/40, TLF16/25, MTF, FwA-Mehrzweck

FF Herzogenaurach: KdoW, HLF20/16, RW

FW Erlangen + FF Kosbach: ELW1, HLF20/16, WLF mit Abrollbehälter Gefahrgut, Versorgungs-LKW

Kreisbrandinspektion: KBR M.Rocca, KBI H.Johna, KBI N.Rauch, KBM „Gefahrgut“ D.Püttner, KBM S.Brunner, KBM C.Schulz, ELW2 der UG-ÖEL, ABC-Fachberater

THW-OV Baiersdorf: MZF, Fachberater M.Haas,

Rettungsdienst: 1 NEF , 2 RTW , 1 Notfall-KTW, Einsatzleiter Rettungsdienst H.Trautner

Polizeiinspektion Höchstadt: 1 Streifenfahrzeug

Großeinsatz fürdie Feuerwehren des LK ERH
Quelle: BR.de (Mediathek)

QUelle: feuerwehr-hoechstadt.de

QUelle: feuerwehr-hoechstadt.de

ABC Fachberater in ABstimmung mit dem Einsatzleiter

ABC Fachberater in ABstimmung mit dem Einsatzleiter

G- Team nimmt PH Messungen am CSA Anzug und dem Dekon Wasser vor...

G- Team nimmt PH Messungen am CSA Anzug und dem Dekon Wasser vor...

THL Übung am Sonntag und Montag den 19.06.2016, 20.06.2016

Bei den Übungen am Sonntag und Montag wurde jeweils ein PKW-Unfall mit verletzten Personen dargestellt. Die Kameradinnen und Kameraden waren wie immer mit Feuereifer dabei und nutzten die Gelegenheit, sich mit allen erforderlichen Aufgaben und Gerätschaften vertraut zu machen. Sei es beim Absichern des Fahrzeuges, beim Umgang mit Schere und Spreizer, bei der Brandsicherung, bei der Verkehrsabsicherung oder bei der Patientenbetreuung. Alle Komponenten einer Rettung wurden durchgesprochen und geübt, so dass wir im Notfall schnell und kompetent helfen können.

Pressebericht zum Kommandantenwahl 2016

quelle: Nordbayern -  Foto Spörlein
(vlnr. Erwin Bergner; Patrick Sorger)

Zügig und unbürokratisch fand am 08.05.2016 um 18.00 Uhr im FeuerwehrgerätehausNeuhaus die Kommandantenwahl statt.

Artur Zwanzger stellte sein Amt des 2. Kommandanten zur Verfügung.

Bürgermeister Karsten Fischkal dankte in seiner Ansprache dem scheidenden 2. Kommandanten für seinen 19jährigen Dienst und überreichte ihm einen Essensgutschein.

Von der Feuerwehr und dem Feuerwehrverein erhielt Zwanzger als Dank für seinen unermüdlichen Einsatz eine Woche Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayrisch Gmain.

1. Kommandant Erwin Bergner stellte sich zur Wiederwahl und wurde von den anwesenden Aktiven einstimmig im Amt bestätigt.

Zur Wahl zum 2. Kommandanten stellte sich Patrick Sorger zur Verfügung und wurde ebenfalls mit großer Mehrheit bestätigt.

Zum Abschluss bedankte sich der alte und neue 1. Kommandant Erwin Bergner bei seinem langjährigen Stellvertreter Artur Zwanzger für die außerordentlich gute Zusammenarbeit. Er freute sich, mit Patrick Sorger einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben und ist sich sicher,  dass dieser dem Posten ebenfalls in vollem Umfang gerecht  wird.

 

Gleich im Anschluss fand vom Feuerwehrverein noch die außerordentliche Mitgliederversammlung zur Satzungsneufassung statt. Dies wurde notwendig, da Neuhaus mittlerweile eine Kinderfeuerwehr mit aktuell 40 Mitgliedern hat und dies auch in der Satzung verankert werden musste.  Die neue Satzung wurde von den Anwesenden einstimmig angenommen und beschlossen. 

Weitere verlinkte Artikel zur Kommandanten Wahl:
KreisFeuerwehrVerband ERH
- Facebook Post der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt
- InFranken
- link auf "Über uns" innerhalb dieser Hompeage

Heiße Männer bei der Feuerwehr Neuhaus

Video - Brandcontainer 2016 bei der Berufsfeuerwehr Nürnberg

Heiße Männer bei der Feuerwehr Neuhaus

Am Samstag den 02.04. waren meine Kameraden und ich im Brandcontainer der Berufsfeuerwehr Nürnberg. 

Nach einer kurzen Einweisung ging es gleich in den Brandcontainer zwecks Hitzegewöhnung. Wobei das Wort „gewöhnen“ hier etwas fehl am Platz ist. Nachdem der Lehrgangsleiter den Container und uns so richtig eingefeuert hatte, „durften“ wir uns vom Boden erheben und uns hinstellen. Dabei wurde das Hitzeausmaß erst so richtig deutlich. Allen lief der Schweiß, das Atmen fiel vor lauter Hitze immer schwerer, die Augen brannten. Keiner der nicht vor lauter Dämpfen mit den Tränen kämpfte. Dann der befreiende Moment; wir durften wieder raus aus der Flammenhölle. Und das war nur der Vorgeschmack. Ich dachte bei mir: „Nur gut, dass ich eben noch genug getrunken habe“.

Nach einer weiteren Einweisung in die verschiedenen Szenarien, die wir im Laufe des Tages noch durchlaufen würden, ging es auch zügig los. Der erste Trupp rüstete sich aus und ging los. Der zweite Trupp (Rettungstrupp) waren mein Kamerad und ich. Beim Warten auf den Einsatzbefehl des Übungsleiters ahnten wir beide schon, dass diese Übung in keinster Weise mit dem jährlichen Atemschutzdurchgang im „Kriechkeller“ vergleichbar wird. Das bestätigte sich dann noch mehr, als die ersten Kameraden dampfend aus der Feuersbrunst raus kamen. 

Nun waren wir dran. Einsatzbefehl „Brand in Kellerwohnung. Person vermisst“. 

Langsam und ordnungsgemäß öffneten wir die erste Tür auf dem Dach des Containers. Dicke Rauchschwaden kamen uns entgegen, die Sicht war gleich null und die erste Hitze zu spüren. Unter uns eine Wendeltreppe mit Gitterrost in Vollbrand. Auch nach gefühlten Minuten des Löschens keine Entwarnung in Sicht. Die unglaubliche Hitze von unten durchschlug nun fast die schwere Einsatzjacke und die dicke Überhose. Wir mussten sogar ein paar Schritte zurückgehen, um nicht direkt im Feuer zu stehen. Dann endlich konnten wir die Treppe ablöschen und uns weiter fortbewegen. Durch das Löschen und dem daraus entstehenden Wasserdampf gab es keine Chance mehr auf Abkühlung, da die Kleidung nun klamm war und die Hitze nahezu ungefiltert an den Körper weiter gab. Wir drangen weiter vor. Immer mit dem unguten Gefühl, dass die Treppe hinter uns und somit der Rückzugsweg wieder anfangen könnte zu brennen. Mein Kamerad der hinter mir war, sicherte mich. Wir beide saugten jetzt schon wie verrückt an unseren Masken, um mehr Luft zu bekommen. Nachdem wir durch einen schier unendlich langen Gang auf allen vieren gekrabbelt waren, entdeckten wir nun endlich den eigentlichen Brand.  Schnell realisierten wir, dass es sich um einen Fettbrand handelte, bei dem man auf keinen Fall mit Wasser vorgehen sollte, da man ansonsten eine „Fettexplosion“ herbei ruft. Routiniert deckte ich den Topf einfach mit dem Deckel zu. Endlich das befreiende Kommando „Feuer aus!“ meines Kameraden zum Lehrgangsleiter, der uns immer an den Fersen hing. Das war aber nur der erste Teil. Ich schaute auf meine Luft, es war schon mehr raus als erwartet. Die Zeit drängte also, die vermisste Person zu finden. Dann endlich; mein Kamerad ertastete einen weichen Gegenstand am Boden. Es war die vermisste Person. Mir lief es trotz Hitze eiskalt den Rücken runter. Nun konnten wir die zweite erlösende Rückmeldung geben „Person gefunden. Sind auf dem Rückweg!“ Die Person (Puppe) war endlos schwer. Nach einer gefühlten Ewigkeit, zwei absolut verqualmten Räumen und einem Stockwerk später, standen wir nun wieder oben auf dem Container, wo sich der Ausgang befand. Die Übung war zu Ende. Ich konnte es kaum erwarten, mir die Maske runter ziehen zu dürfen. Mein Kamerad und ich qualmten vor lauter Hitze, Rauch und Wasserdampf. Raus aus der Jacke und schnell was trinken, dachte ich nur. Nachdem wir unser Equipment an die nächsten Kameraden weiter gegeben hatten, gingen auch schon die nächsten in die Feuerhölle. 

Unser Lehrgangsleiter, der mit uns im Container war, gab großes Lob und etwas Manöverkritik an uns weiter. 

Nach kurzer Zeit ging es wieder rein. Es folgten noch zwei weitere nervenaufreibende, schweißtreibende und kräftezehrende Durchgänge, bis wir endlich erlöst wurden.

Ich glaube, eins ist noch mal deutlich geworden. Wir sind sehr froh, dass uns die Gemeinde die Möglichkeit gegeben hat, zum Schutz unserer Mitbürger und uns selbst, diese „Heiß-Übung“ durchführen zu können. Dass wir die erlernten Kenntnisse aber tatsächlich einsetzen müssen, hofft keiner von uns! 

Gez. ein Kamerad der Feuerwehr Neuhaus

Link zum Artikel des KFV EHR